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VW

Die Geschichte von Volkswagen geht zurück bis ins Dritte Reich. Am 7. März 1934 wurde in Berlin die Internationale Automobilausstellung eröffnet. In seiner Eröffnungsrede forderte Adolf Hitler die deutsche Autoindustrie auf, ein Auto für breite Schichten der Bevölkerung zu bauen. Es sollte sich um ein Fahrzeug handeln, mit dem man mit einer Geschwindigkeit von mindestens 100 km/h auf der Autobahn fahren konnte. Zudem sollte es vier Sitzplätze haben und obendrein nicht teurer wie 1000 Reichsmark sein. Zu der Zeit war kein Automobilhersteller in der Lage solch ein Projekt zu realisieren. Der Einzige, der sich ernsthaft damit beschäftigte, war Ferdinand Porsche, der damals ein Konstruktionsbüro besaß. Er entwickelte den ersten VW-Käfer. Um dieses Fahrzeug in großen Stückzahlen produzieren zu können, wurde von der politischen Führung die damalige Deutsche Arbeits Front beauftragt, das größte Automobilwerk Europas zu bauen. Ein geeigneter Platz für die neue Fabrik wurde in der Gemeinde Fallersleben nahe dem Schloss Wolfsburg gefunden. Dort entstand mit der Zeit eine richtige Stadt, die nach dem Ende des Dritten Reichs in Wolfsburg umgetauft wurde. Während des Zweiten Weltkrieges wurden in dem neuen Werk aber keine Pkws gebaut, sondern Rüstungsgüter für die Wehrmacht. Nach dem Krieg übernahm zunächst die britische Besatzungsmacht die Leitung des VW-Werks. Das Werk wurde in „Wolfsburg Motor Works“ umbenannt. Ursprünglich war die Demontage des Werks geplant. Unter anderem wurde Ford angeboten, die Käfer-Produktion ins eigene Werk zu verlegen. Gutachter bescheinigten dem VW-Käfer allerdings totale Unbrauchbarkeit. Wie sich erst später herausstellte, war dies eine falsche Einschätzung. Immerhin wurden im Laufe der Jahre insgesamt 21 Millionen VW-Käfer verkauft. Im Jahre 1949 übergab die britische Militärregierung das VW-Werk an das Land Niedersachsen. Daraufhin wurde das Werk als GmbH geführt. Schon zu der Zeit gab es ehrgeizige Pläne, das VW-Werk zur größten Automobilfabrik der Welt auszubauen. Das ist ja auch fast gelungen. Immerhin ist allein der überdachte Teil der Produktionsstätte inzwischen größer wie beispielsweise das Fürstentum Monaco. Im Jahre 1960 wurde aus der GmbH dann eine Aktiengesellschaft. Von nun an hieß das Unternehmen Volkswagen AG. Nur 40 % der Anteile blieben in staatlicher Hand. 60 % wurden als sogenannte Volksaktien an die Bevölkerung ausgegeben. Seit der Zeit ging die Produktion der Fahrzeuge steil bergauf. Anfang der Siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts produzierte VW den K70, der zuvor von NSU entwickelt wurde. Das war das erste VW-Fahrzeug mit einem Frontmotor und einem Frontantrieb. Zu der Zeit geriet VW in finanzielle Schwierigkeiten, weil der Absatz des Käfers drastisch einbrach. Die Nachfrage nach größeren Fahrzeugen stieg permanent an. Deshalb kam es zu der Entwicklung neuer Modellreihen. Daraufhin entstanden die Modelle Golf, Passat und Scirocco. Etwas später kamen dann noch der Polo und der Lupo zur Modellpalette hinzu. Die Erfolgsmodelle Passat, Polo und Golf gibt es heutzutage immer noch. Sie sind kontinuierlich weiter entwickelt und verbessert worden. Den VW-Golf gibt es mittlerweile schon in sechster Generation. Im Laufe der Zeit gab es aber auch noch diverse andere VW-Modelle. Dazu gehörten der Jetta, Vento, Bora, New Beetle, Santana und nicht zu vergessen das Oberklasse Modell Phaeton. Zur Modellpalette gehören aber auch noch die Vans Touran und Sharan. Zu den SUVs gehört der Golf Country, Touareg und der Tiguan. Volkswagen produziert heutzutage nicht ausschließlich in Wolfsburg. Es gibt mittlerweile sowohl in Deutschland zahlreiche Produktionsstandorte als auch in etlichen Ländern der Welt. Zurzeit sind ungefähr 370.000 Mitarbeiter bei VW beschäftigt. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 115 Milliarden Euro. VW ist nicht nur ein Automobilhersteller, sondern VW ist auch im Finanzdienstsektor und in der IT-Branche tätig.

Bild: VW